Es entsteht gerade eine neue Art von Unternehmen.
Sie verkaufen keine Software mehr, die einem Menschen bei der Arbeit hilft, sondern die Arbeit selbst. Man bezahlt für das fertige Ergebnis, nicht mehr für das Werkzeug.
Ökonomisch ist das ein grundlegender Unterschied zu klassischem SaaS. Wer ein Werkzeug verkauft, konkurriert mit jedem neuen Modell, denn je besser die KI wird, desto weniger braucht der Kunde das Produkt. Wer das Ergebnis liefert, gewinnt durch dieselbe Verbesserung: Die Kosten sinken und die Marge steigt, ohne dass mehr Leute eingestellt werden müssen. Dieselbe Technologie, und trotzdem läuft das eine Modell dagegen und das andere davon.
Wo das wirklich Sinn macht
Nicht jede Dienstleistung passt gleich gut. Die naheliegende Frage, wie viel Prozent einer Aufgabe ein Modell schon erledigen kann, hilft dabei wenig, weil diese Zahl mit jedem Release steigt. Ein Geschäft, das nur darauf beruht, verliert seine Grundlage in dem Moment, in dem die Modelle den letzten menschlichen Rest auch noch übernehmen, und die Leistung wird zur austauschbaren Commodity.
Spannender sind Dienstleistungen, deren Wert nicht allein an der aufgewendeten Zeit hängt. Wenn die Marge aus einer Zulassung kommt, aus einer gesetzlichen Pflicht oder aus einer Verantwortung, die an eine bestimmte Person gebunden ist, dann bleibt ein Kern bestehen, den auch das beste Modell nicht ersetzt.
Der unterschätzte Burggraben
In der Diskussion über Verteidigungsfähigkeit geht es fast immer um Daten, um Vertrieb, um die Marke. Am Ende steckt dahinter meist dieselbe Behauptung, nämlich technisch besser zu sein als der Nächste. Das ist brüchig, weil das nächste starke Modell diesen Vorsprung wieder einholt.
Ein Vorteil, der nicht auf Technik beruht, sondern auf einer rechtlichen Gegebenheit, funktioniert anders. Er lässt sich nicht wegkonkurrieren, weil er nie von der Qualität eines Modells abhing. Dieser Vorteil wird in keiner Produkt-Demo sichtbar und steht auf keiner Folie über Wettbewerbsvorteile, und deshalb wird er reihenweise übersehen. Dabei hat er genau die Eigenschaft, die man sich wünscht: Bessere Modelle schwächen ihn nicht, sie machen ihn eher wertvoller.
Regulierte Branchen mit haftenden Personen
Am klarsten sieht man das in regulierten Branchen, in denen der Gesetzgeber eine Aufgabe ausdrücklich einer benannten Person überträgt. Diese Person haftet, mit ihrem Namen und ihrer Unterschrift, und diese Verantwortung kann sie an kein noch so gutes System abgeben.
Die eigentliche Arbeit rund um diese Rolle ist dagegen schon heute weitgehend automatisierbar. Was übrig bleibt, ist das fachliche Urteil und die Unterschrift darunter. Diese Rollen sind auch deshalb interessant, weil die Nachfrage kaum schwankt: Sie hängt nicht am Konjunkturzyklus, sondern an einer gesetzlichen Pflicht, und jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe muss die Rolle besetzen.
Wir suchen die passenden Domain-Experten
Deshalb suchen wir gerade den Kontakt zu Menschen, die eine solche Rolle bereits ausfüllen und ihre Zeit lieber in ihr Urteil stecken würden statt in die Fleißarbeit drumherum.
Wir bauen dafür keine Software, die wir anschließend als Lizenz verkaufen. Wir entwickeln zusammen mit dem Experten ein KI-natives Produkt auf der SAALT-Plattform und beteiligen uns am Ergebnis, statt Stunden oder Lizenzen abzurechnen. Der Experte wird also nicht unser Kunde, sondern unser Partner für die eigene Rolle.
Wenn Sie eine solche Rolle in einer regulierten Branche ausüben oder jemanden kennen, dem das entspricht, schreiben Sie uns gern.